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Praxisseminar
„Didaktische Konzeption von E-Learning“

Termin: 11. Februar 2006
Veranstalter: Prof. Dr. Michael Kerres, Lehrstuhl Mediendidaktik und Wissensmanagement, Universität Duisburg-Essen

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Ein einziger Tag – und so viel gelernt! Seit langem habe ich kein so effizientes Seminar mit dermaßen kniffligen Aufgaben erlebt.

Wir, die Teilnehmer, sind eine gut gelaunte Mischung aus Personalentwicklern, E-Learning-Autoren und den Studierenden des Online-Studiengangs „Educational Media“, die teilweise bereits hauptberuflich im Bereich Bildung tätig sind.

Professor Kerres überrascht nicht nur mit vollbärtiger Abweichung vom Foto des Seminarprogramms, sondern auch mit seiner unerwartet humorvollen und für uns äußerst profitablen Praxisorientierung. Nichts mit Elfenbeinturm.

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Stunde 1: Ausgehend von einer Betrachtung des mediengestützten Lernens erfahren wir unter anderem, worin beim synchronen Tele-Teaching zentrale Barrieren bestehen.

Seminarteilnehmer „draußen“ am Rechner fühlen sich gegenüber den Teilnehmern vor Ort häufig als Teilnehmer zweiter Klasse. Der Dozent muss hier die kommunikative Einbindung ganz anders als mit den persönlich anwesenden Teilnehmern vornehmen.

Weiterhin ist die Erzielung einer ausreichenden bis ausgezeichneten Audioqualität oft mit größtem Aufwand verbunden.

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Stunde 2: Die Stichwörter der Stunde werden immer länger. Lernpfade – Modulbibliothek – Online-Lernen – getaktete Distribution – Contra Materialpool – individuelles Lernportfolio – Potenzial ‚Multiple Choice’ – Qualitätskomponente ‚Tutorielle Betreuung’.

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Die Stunden 3 bis 7 sind geprägt durch Teamwork-Aufgaben. Wir starten mit Zielgruppenanalysen. Dann folgt der Blick auf Lernziele. Ein Praxisbeispiel führt uns hier zu Lernzielen in den Rubriken Wissen, Fertigkeiten, Erfahrungen, Einstellungen und Psychomotorik.

Weitergeführt wird das Ganze mit Informationen über die Didaktische Transformation. Das heißt: Medien als Angebote zur Anregung von Lernprozessen.

Der Hauptteil widmet sich dem 3C-Modell von Kerres & de Witt. Lernangebote bestehen dementsprechend aus den Komponenten Content, Communication und Construction. Wir erhalten einen umfassenden Einblick in das 3C-Modell in unterschiedlichen Lernszenarien.

Eine schwierige Praxisübung bringt uns dazu, auf dieser Basis didaktische Konzepte zu entwickeln.

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Leider hat das letzte Seminarstündlein geschlagen. Es regnet Detailinformationen zu hybriden Lernarrangements. Traditionelle und telemediale Varianten (Präsenz/Online) können hierfür parallel oder alternierend konzipiert werden. Mit dem 3C-Modell werden Anteile, Spezifikation und zeitliche Struktur definiert.

So geht Blended Learning.

Welches nicht nur ein simples Addieren von E-Learning zu traditionellen Präsenzveranstaltungen ist. Sondern durch die Bezugnahme des einen Elements auf das folgende mehr als die Summe seiner Teile bieten sollte.

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Resümee: Mir brummt der Kopf, aber ich bin glücklich. Das nächste Konzept wird auf jeden Fall unter Zuhilfenahme der Seminarunterlagen erstellt. Und das wird bestimmt richtig gut.